Vom Lockenzauber

Selkirk-Rex Katzenzucht

 

Die Geschichte der Selkirk Rex

 

 …. Es war einmal ein Tierheim Namens For Pet’s Sake in Sheridan Montana in Jahr 1987.

Hier brachte eine Hauskatze 5 Kätzchen zur Welt. Schnell wurde man auf ein blau-creme-weißes Katzenmädchen aufmerksam. Ihr Fell sowie ihre Barthaare waren gelockt und sie hatte grüne Augen. Aufgrund ihrer Locken erhielt Sie den Namen Cyrly-Q.

Cyrly-Q konnte bereits als Baby vermittelt werden. Die Vermittlung war aber offensichtlich zu früh, denn Curly-Q  rief ständig nach ihr Mutter. Die neuen Besitzer gaben Sie ans Tierheim zurück.

Im Alter von 9 Wochen konnte Sie erneut vermittelt werden. Die neuen Besitzer erkannten schnell, dass es sich um ein besonderes Tier handelte und wandten sich an die bekannte Perserzüchterin Jeri Newman, um die Genetik von Cyrly-Q erforschen zu lassen. Sie war zu diesem Zeitpunkt erst 7 Monate alt. Die Züchterin war von der Mutation so begeistert, dass Sie Cyrly-Q in Ihre Zucht aufnahm. Sie erhielt von Ihr den Namen Miss Depesto of Noface.

Nach nochmal 7 Monaten beschloss Mrs. Newman, Miss Depesto of Noface mit ihrem schwarzen Perserkater Ch. Photo Finish of Deekay  zu verpaaren. Aus dieser Verpaarung kamen 6 Babies hervor, davon waren 3 wie ihre Mutter gelockt. Darunter befand sich auch ein black-withe Katerchen. Er wurde auf den Namen  Noface Oscar Kowalski  getauft.

Im folgenden Jahr wurde dieses Katerchen mit seiner Mutter zurück verpaart. Hierfür gab es drei Gründe:

1.   Gesundheitliche Probleme aufzudecken

2.  Züchterisch reinerbige Lockenkatzen zu bekommen

3.   Das Gen American Wirehair  als Grund für die Locken   auszuschliessen, denn dies vererbt sich nur unvollständig dominant

Aus dieser Verpaarung ließ sich also erkennen, dass die Locken als dominant vererbtes Genmerkmal vorhanden sein mussten. Es ist also völlig ausreichend, dass eines der Elterntiere gelocktes Fell hat. Die Katzen sind nicht mit anderen Rex-Arten verwandt.

Das Gen KRT71 ist für die Lockenbildung bei dieser Rasse verantwortlich und es wurde bei keiner anderen Rasse nachgewiesen.

Nun konnte Jeri Newman eine neue Rasse der Öffentlichkeit präsentieren. Es musste ein neuer Name für die Rasse gefunden werden.

Sie benannte Sie nach Ihrem Großvater Selkirk Rex, wobei dass Rex einfach das Synonym für ein Tier mit ungewöhnlichem Fell ist.

Nachkommen von Miss Depesto fanden ihren Weg über England, die Schweiz und Frankreich bis ins Jahr 1992 in Person von Helosia du Clos des Anges  auch den Weg nach Deutschland. Sie ist die Stammmutter unserer deutschen SRX – Zucht.

1994 wurde die Rasse erstmals von der TICA und CFA anerkannt.    

SRX gibt es in Kurz- wie auch Langhaar, aber auch in „straight haired“ (Glatthaar), die äußerlich den Katzenrassen BKH und BLH gleichen, so dass man sie des Öfteren fälschlich als BKH/BLH deklariert. Offiziell werden  seit 2015 jetzt auch diese „glatten“ Tiere reine Selkirk Rex – Kätzchen anerkannt.

Extra erwähnen sollte man noch die Homozygoten/Reinerbigen. Sie werden in Würfen reiner SRX-Verpaarung, lt. Statistik zu 25%, geboren. Sie haben das Lockengen von beiden Elterntieren erworben und können somit, auch bei einer Verpaarung mit einer straight haired SRX oder BKH, nur Lockenkinder zeugen. 

Die Selkirk Rex gehören zu den Rassen die weniger das Allergieauslöser-Gen Fel d 1 produzieren. Aus diesem Grund ist es die Rasse, die stressfrei von Katzenallergikern in der Wohnung gehalten werden kann. Aufgrund unserer 2 jährigen Erfahrungen, haben wir festgestellt, dass jeder Allergiker anders reagiert. Für Allergiker bedeutet es, trotzdem ein Allergerietest mit Haar- und Speichelproben zu machen. Sollte dieser dann negativ sein, ist es auch erforderlich vor Ort, sich einem ca. 2 stündigen Kuschelmarathon zu unterwerfen. Erst dann kann man Gewissheit haben, dass das ausgesuchte Kätzchen, bei einem Allegiker einziehen kann. Da die Selkirk Rex vom Wesen her sehr gesellig ist, sollte sich auch ein Allegiker bewußt sein, dass diese Rasse nicht in Einzelhaltung abgegeben werden kann. Weitere Informationen finden sie unter Kitten .

Ein weiterer positiver Effekt ist uns bei dieser Rasse aufgefallen, dass erbrechen von Haarballen ist hier kaum ein Thema.  Nach 1 jähriger Erfahrung kann ich sagen, dass dies bis jetzt bei meinem Kater nur einmal vorkam. Bei unserer Kätzin (Kastratin) noch nie.

Erwähnen sollte man auch die rassebedingten Nebenerscheinungen.

Die Ohren, sie neigen dazu, mehr als üblich Ohrenschmalz zu bilden. (Hier hilft die regelmäßige wöchentliche Kontrolle und die Reinigung mit einem Wattepads oder Wattestäbchen)

Die Augen, sie bilden schneller Tränenflüssigkeit, (Die getrocknete Flüssigkeit bitte nur mit einen trockenen weichen Tuch entfernen. Sind die Augen leicht rötlich, bitte beim Tierarzt abklären, ob die Tränenkanäle verstopft sind, oder ein Infekt vorliegt.)

Der Fellwechsel, die Curly Homozygoten werden ab der 4. Woche bis zum 2. Lebensjahr mehrmals ihr Fell komplett oder teilweise verlieren. Dadurch, dass sie das doppelte Locken Gen tragen, haben sie auch einen höheren Energiebedarf und brauchen auch mehr Futter. Ihr Immunsystem ist in dieser Zeit auch labiler.

Vom Wesen her sind die Kirkies sehr verschmust und kommunikativ.  Sie suchen die Nähe zu ihren Menschen und vertragen sind auch sehr gut mit ihren Artgenossen. (auch andere Rassen) Sie sind so knuffig wie Teddys. Wenn man eine Selkirk Rex im Haus hat, hat man einen ständigen Begleiter. 

Die Selkirk Rex läßt sie nie allein!!!

Also wenn auch die Nachteile dieser Rasse nicht abschrecken und sie statt mit einem Teddy, mit einem Kätzchen knuddeln wollen, dann sind Sie bei der Selkirk Rex angekommen.

 Quelle: frizekittismarshycountryWikipedia